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Oliver Nelson

Oliver Nelson gehörte zweifellos zu den größten Namen im Jazz.

Oliver Nelson

 

 

 

 

 

 

Er wurde am 4.6.1932 in St. Louis, im amerikanischen Bundesstaat Missouri, geboren. Seinem Elternhaus verdankte er eine gründliche und umfassende Musikausbildung. Mit sechs Jahren bekam er die ersten Klavierstunden und mit elf Jahren Saxophon-Unterricht. Der starke künstlerische Drang und seine ungeheure Musikalität ließen ihn zu einem Vollblutmusiker heranreifen. Seine Routine holte er sich in vielen kleinen und großen Bands seiner Heimat.

1951 wurde er zur Ableistung seines Wehrdienstes für zwei Jahre zur 3. US-Marinedivision, die damals in Japan stationiert war, eingezogen. Wegen der musikalischen Fähigkeiten nahm man ihn sofort in das Marine-Musikkorps auf.

Nach seiner Entlassung und Rückkehr aus Japan begann er sofort Komposition und Musiktheorie zu studieren, und zwar zunächst an der Washington-Universität in St. Louis, später an der Lincoln-Universität in Jefferson-City in Missouri. Das Geld zu seinem Studium verdiente er sich währenddessen als Bus- und Straßenschaffner.

Nach Abschluß des Studiums zog er nach New York und arbeitete dort mit der Erskine-Hawkins-Gruppe, einer Combo, in der er sich als Instrumentalist hervorragend bewährte. Dort fand er auch endlich Zeit, in Ruhe zu komponieren und zu arrangieren. Aufmerksame Produzenten veranlassten ihn schließlich eine Langspielplatte zusammenzustellen, zu arrangieren und mit einer entsprechen den Besetzung aufzunehmen. Das war der Anfang zu Erfolg. Nun folgten Aufträge über Aufträge. Eigene Ideen konnten verwirklicht werden. In vielen Aufnahmen seiner Kompositionen spielte der die Soloparts für Saxophon oder Flöte selbst und war somit in der Lage, der Eigenwilligkeit seines Stil noch mehr Ausdruck zu verleihen.

So beherrschte er die ganze Skale des Jazz, von der heißen Improvisation über den Cool-Jazz bis hin zum konzertanten Jazzwerk. Einige seiner bedeutensten Werke sind „Hobo Flats“, „Going up north“, „The critic’s choice“, „Blues and the abstract truth”, “Elegy for a duck” , “Freedom dance” und “The Artist’s rightful place”, “Stolen Moments”,.

1967 zog er mit seiner Familie nach Los Angeles und schrieb regelmäßig TV- und Filmmusik.

Seine Schallplatten werden in der ganzen Welt vertrieben und sind mehrfach ausgezeichnet worden, unter anderem in Deutschland mit dem Schallplatten-Preis der deutschen Jazz-Föderation. Oliver Nelson war bei seinen verschiedenen Auslandsreisen auch zweimal in Deutschland, zuletzt im Jahre 1970 anläßlich der „Berliner Jazztage“.

Oliver Nelson ist in der Nacht zwischen dem 27. und dem 28. Oktober 1975 überraschend in Los Angeles an Herzversagen verstorben.