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Alfred Goodman

Alfred Grant Goodman, geboren am 01. März 1920 in Berlin, wuchs dort und in Breslau auf; Mutter: Sängerin und Gesangspädagogin, Vater: der Musikkritiker Oskar Guttmann. Studium am Sternschen Konservatorium, daneben aber umfassende musikalische Praxis, auch für den offiziell genehmigten Jüdischen Kulturbund. 1939 Emigration über England in die USA. Goodmans Interessenlage und Fähigkeiten ermöglichten ihm zunächst Tätigkeiten als Bandpianist und Arrangeur, auch für Jimmy Lunceford, Charlie Barnet, Buddy Rich und Benny Goodman. Er studierte Komposition bei Otto Luening, wurde Master of Arts an der Columbia-Universität, arbeitete für den Broadway und die Schallplatte. Als es ihn nach dem Krieg wieder nach Europa zog, wurde er 1961 in München sesshaft, wo er sich seitdem durch seine Tätigkeit für den Bayerischen Rundfunk, die Musikhochschule („Angewandte Musik”), das Amerikahaus und nicht zuletzt als Komponist einen Namen gemacht hat. Daneben ist Goodman als Vortragender (Musikgeschichte Amerika) und als Publizist hervorgetreten; 1972 schrieb er bei Carl Dahlhaus eine Dissertation über „Die amerikanischen Schüler Franz Liszts”. Er wurde 1991 mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Zuletzt lebte er wieder in seiner Heimatstadt Berlin, wo er im August 1999 starb.

Hörbeispiele

Streichquartett (1. Satz, Anfang)
Suk Quartett

Kompositionen

Quintett für Blechbläser in 7 Runden

Two Soliloquies Kontrabass

Streichquartett Nr. 2